Blogpost

Big Techs vs. Banks: Erst Payments dann Banking?

Die EU Wettbewerbskommission stellte im Mai fest, der Zugang zur NFC-Schnittstelle von Apple könnte unzulässig beschränkt worden sein. Ein Zwang zur Öffnung der NFC Schnittstelle könnte weitreichende Marktbewegungen im Mobile Finance auslösen. Davon unbeeindruckt lanciert Apple mit einer integrierten BNPL Lösung das nächste Finance Produkt und steigt ins Kreditgeschäft ein - mit eigener Lizenz und operativer Abwicklung. Banken sollten nicht davon ausgehen, dass der Regulator allein diese Herausforderung für sie löst, sondern die Gelegenheit nutzen, um die eigene Positionierung zwischen Kooperation und Wettbewerb mit den xPays zu reflektieren.

ZAIT – Vergleich zur BAIT

Zeitgleich mit den Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) hat die Bundeszentralagentur für Finanzdienstleistungsaufsicht auch die Zahlungsdiensteaufsichtliche Anforderung an die IT von Zahlungs- und E-Geld Instituten (ZAIT) aktualisiert. Der folgende Blogpost beschäftigt sich mit den Änderungen der verschiedenen Anforderungen und analysiert die Unterschiede von BAIT und ZAIT. Vorweg lässt sich sagen, dass im Vergleich sechs Kapitel inhaltgleich geblieben, fünf Kapitel haben sich teilweise verändert und die Änderungen im Bereich „Outsourcing“ haben sich stark verändert. Des Weiteren führt ZAIT weitere feingranulare Vorgaben ein, aus einem Rahmenwerk mit Zielformulierungen und der Freiheit der Umsetzung mit angemessenen Maßnahmen wird zunehmend ein Maßnahmenkatalog.

Swiss Instant Payments – Bürde oder Opportunität?

Instant Payments (IP) werden auch in der Schweiz kurzfristig Realität und – wie die Erfahrung aus anderen Jurisdiktionen zeigt – werden auch von Kunden schnell als «New Normal» akzeptiert und gefordert. Gleichzeitig erfordert IP-Readiness einen umfassenden Umbau in den IT-Landschaften und Prozessen der Banken, sodass die Wahl nur zwischen „viel“ und „sehr viel“ Aufwand getroffen werden kann. Der Handlungsbedarf bei den Banken sich zeitnah für eine Strategie für die Einführung von IP zu entscheiden ist evident. Diese umfassenden Anpassungen können jedoch als Chance ergriffen werden, wenn der dazugehöriger Gestaltungsspielraum aktiv benutzt wird.

IT-Outsourcing auf dem Weg in die Optimierungs-Oase

Für immer mehr Unternehmen leistet die IT einen überproportionalen Beitrag zum Geschäftserfolg. Ansteigende Aufwände für das Komplexitätsmanagement, beschränkter Zugang zu Expertenwissen sowie die Notwendigkeit aktiven Risikomanagements verleiten Unternehmen dazu, IT-Outsourcing zu betreiben.​

Rund ein Drittel aller IT-Outsourcing Projekte erreichen nicht die zu Beginn aufgestellten internen Ziele. Häufig sind Verzögerungen und damit einhergehende Kostensteigerungen sowie Qualitätsmängel bei der erbrachten Leistung zu beobachten.​

Effektives Providermanagement, beispielsweise durch die bewusste Steuerung von Wettbewerb innerhalb der eigenen Dienstleisterlandschaft, ist eine notwendige Voraussetzung für den nachhaltigen IT-Outsourcing Erfolg.​

IT-Review für einen der größten Paketdienstleister

Die IT Landschaft eines Players der Logistikbranche besteht aus zahlreichen, historisch gewachsenen, unterschiedlichen Systemen und Platformen, die teilweise inhouse entwickelt wurden. Der Techstack ist sehr breit aufgestellt, wohingegen sowohl die üblichen IT Management Prozesse als auch eine klare Definition von USP relevanten Systeme nicht ausreichend vorhanden sind. Zudem ermöglicht die marode Organisationsstruktur kaum eine produktive Zusammenarbeit zwischen Business- und IT-Seite.

Secure Remote Commerce (SRC) alias ”Click to pay”

Hinsichtlich der Usability haben Kartenzahlungen einige Schwächen im eCommerce, sodass bspw. bei erstmaliger Zahlung bei einem Händler eine aufwändige manuelle Eingabe der Kartendaten erforderlich ist. Als Scheme-übergreifender Checkout-Layer hat SRC das Potential, die genannten Defizite durch einen einfachen Login-Mechanismus aufzulösen und dies, unter Wiederverwendung bestehender Akzeptanzverträge und Prozesse auf Händlerseite. Nachdem SRC bereits Ende 2019 erfolgreich in den USA lanciert wurde, wird derzeit der Markstart in Europa vorbereitet – insbesondere für Issuer könnte eine frühzeitige Teilnahme Differenzierungspotenziale mit sich bringen.

Rentenverein – ​ Konzeption eines übergreifenden Renten-Dashboards​

Wissenschaftliches Institut möchte gemeinsam mit einem Verein eine Plattform etablieren, welche Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb der verfügbaren Auswahl an Vorsorgeprodukten schafft. Im Zuge dessen wird gemeinsam mit Partnern aus der Banken- sowie Versucherungsbranche eine wissenschaftlich fundierte Berechnungslogik entwicklt um anschließend ein strategisches sowie technisches Konzept zu entwickeln – auf dessen Basis die Plattform implementiert wird.

VISA lanciert Krypto-Settlement – Bereitet sich Visa auf eine Welt mit digitalem Geld vor?

Kryptowährung befinden sich in einem seit Jahren fortwährenden Hype und finden zunehmend auch bei großen Unternehmen (z.B. PayPal, Tesla) Anwendung. Bislang bleiben Kryptowährungen jedoch meist Spekulations- und Investitionsobjekt und werden weniger als massentaugliches Zahlungsmittel genutzt. Visa kündigte jüngst als erstes großes Payment Scheme an, Transaktionen über die Ethereum Blockchain zu settleln. Das Pilotprojekt hat das Potential Kryptowährungen massentauglicher zu machen, ist aber derzeit noch experimentell einzuordnen. Bei hinreichender Skalierung dieser E2E-Krypto-Prozessierung sind jedoch – zumindest in der Theorie – signifikante Vorteile möglich.

Technologische Vorherrschaft innerhalb des Verlagswesens

Verlage, gerade jene mit einem klaren Fokus auf Tageszeitungen, sind in den letzten Jahren massiv unter Druck geraten: Bezogen auf das Printgeschäft sinken die Umsätze am Lesermarkt stetig, dazu stagnieren seit wenigen Jahren auch die Absätze im Anzeigengeschäft. Gleichzeitig wird die Technologiebasis zum Problem: Legacy-ERP-Systeme für die Verwaltung und Abrechnung von Abo-Kunden sind nur noch mit hohem Ressourcenaufwand zu betreiben, während sie kaum digitale Geschäftsmodelle ermöglichen. Parallel sind die alten, auf das Print-Geschäft ausgelegten Redaktionssysteme nicht in der Lage, schnell und flexibel den journalistischen Content auf digitalen Kanälen zu publizieren. Durch Covid-19 wird die Situation massiv verschärft und schnell existenzbedrohend.

 

Neue Technologien können zum einen schnell und dauerhaft die Kostenbasis signifikant schrumpfen lassen. Parallel bieten sie dank höherer Modularität die notwendige Flexibilität für ein modernes Publishing auf Online- und Offline-Kanälen. Ferner können neue Geschäftsmodelle verprobt und neue Wege der Monetarisierung des Contents beschritten werden. Zur Nutzung der Potentiale muss schnell, konsequent und mit dem notwendigen IT- und Transformations-Knowhow gehandelt werden.