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Mobilität & Digitalisierung – Datenbank „Connected Car“ gewährt Einblick in Trends und Entwicklungen

KEY FACTS

  • Datenbank zu innovativen Services im Bereich Automotive veröffentlicht

  • Fokussierter Blick auf den Markt zeigt Trends auf

  • Parallelitäten zu Digitalisierungsentwicklungen in anderen Branchen

  • Hoher Anteil B2B-Services Indikator für Veränderung des Ökosystems

  • Weiterhin hohe Dynamik im Markt zu erwarten

REPORT

Für Banken gehören Diskussionen zu Herausforderungen und Chancen, die sich aus technologischer Entwicklung und demographischem Wandel ergeben, zum Alltag. Wurden diese Themen zunächst unter dem Aspekt der Bedrohung für Banken diskutiert, sind Kooperationen zwischen FinTechs und Banken mittlerweile weit verbreitet und entsprechende Services fester Bestandteil des Angebots und der Weiterentwicklung vieler Banken.

Im Bereich Automotive findet eine ähnliche Entwicklung statt. Auch hier forcieren technologische und demographische Entwicklungen neue Angebote im Kontext innovativer Mobilitätskonzepte. Die Digitalisierung ermöglicht die Vernetzung zahlreicher Steuerungs- und Kommunikationsmodule der Fahrzeuge mit der Außenwelt. Im Ergebnis entstehen neue Angebote für direkt oder indirekt mit der Mobilität verknüpfte Leistungen, z.B. auf das Fahrverhalten zugeschnittene Versicherungen, Parkdienste oder erweiterte Services für das Flottenmanagement.

Das COREinstitute beobachtet seit Längerem den Markt und die Entwicklung dieser Services. Der jetzt veröffentlichte Auszug aus der umfassenden Datenbank der Serviceanbieter im Bereich Automotive gewährt einen Einblick in die Breite des Angebots und die erreichte Reife des Marktes. Der Auszug der Datenbank listet 229 Services aus verschiedenen Bereichen auf. Auf die Nennung des Anbieters und des Produktes/Services folgen eine kurze Beschreibung sowie eine Verortung in einer Servicekategorie.

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Abbildung 1: Ausrichtung der Car Techs

Es zeigt sich (Abbildung), dass innovative Konzepte und Services gleichermassen in allen Innovationsfeldern entstehen. Wesentliche Beobachtungen dabei sind:

  • Neben neuen und innovativen Anbietern finden sich auf dem Markt bereits in dieser frühen Phase der Entwicklung Angebote etablierter Player wie die Car Sharing-Dienste zahlreicher Automobilproduzenten. Die Entwicklungen laufen global parallel – soziologische Entwicklungen und die mit dem steigenden Verkehrsaufkommen in den Ballungszentren verknüpften Probleme lassen weltweit alternative Verkehrskonzepte wie Car Sharing und Ride Hailing entstehen.
  • Die steigenden Möglichkeiten der Verbindung des Fahrzeugs mit der Außenwelt bilden die Grundlage für eine Vielzahl von Angeboten: von Versicherungen über Ortungs- und Wartungsdienste bis zu Infotainmentangeboten. Letztlich bereiten diese auch den Boden für die Umsetzung der Konzepte autonomen Fahrens.
  • Anders als im Banking oder in der Musikindustrie, in der der Wandel zunächst in der Formulierung innovativer Angebote für den Endkunden sichtbar wurde, zeigt sich im Bereich Automotive ein abweichende Entwicklung. Angebote, die sich direkt an Endkunden richten (Infotainment, Parking und Insurance), werden genauso formuliert wie Angebote, die sich an Unternehmen im Bereich Automotive wenden. Hierzu gehören insbesondere Flotten-Tracking und -Management, Telematic-Services und Routenoptimierungen, Big Data-Angebote zur Ermittlung der optimalen Dichte und Positionierung von Infrastrukturdiensten für Elektromobilität (Charging).

Die hohe Dynamik der Etablierung neuer Services lässt spätestens nach den ersten Veröffentlichungen zu Konzepten für autonomes Fahren eine zügigere und nachhaltige Veränderung des gesamten Ökosystems vermuten, als sie in anderen Branchen in der Vergangenheit zu beobachten war. Die Impulse aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen für neue Verkehrskonzepte werden hierzu vermutlich beitragen.

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Artur Burgardt

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Artur Burgardt ist Managing Partner bei CORE und spezialisiert auf das Management agiler Umsetzungsprojekte in komplexen Kontexten. Als ausgebildeter theoretischer Physiker sammelte er erste Berufs...

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Artur Burgardt ist Managing Partner bei CORE und spezialisiert auf das Management agiler Umsetzungsprojekte in komplexen Kontexten. Als ausgebildeter theoretischer Physiker sammelte er erste Berufserfahrung als Business Analyst bei großen Finanzdienstleistern und erwarb grundlegende Kenntnisse in der Entwicklung von Kernbankensystemen. Dieser Karriereschritt führte ihn zu CORE. Mit seinem umfangreichen Wissen verantwortet Artur neben den Projekten bei Klient:innen das Knowledge Management bei CORE.

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